Schnell Entscheidungen treffen – so gelingt es Dir in kurzer Zeit

Manchmal müssen wir schnell Entscheidungen treffen. Es bleibt keine Zeit für ein langes und gründliches Abwägen von rationalen Argumenten, einzelnen Kriterien oder verschiedenen Alternativen. Es muss ganz einfach jetzt sein.

Entscheidungen treffen unter Zeitdruck paralysiert viele Menschen

Entscheidungen zu treffen fällt vielen Menschen schwer. Müssen sie dann aber noch diese Entscheidungen schnell treffen, geht oft in ihrem Kopf gar nichts mehr. Leere stellt sich ein und der gefühlte Druck wächst ins Unerträgliche. Für das übliche Zusammentragen und Bewerten von wichtigen Informationen bleibt keine Zeit. Schnell entsteht Angst, dass sie eine falsche oder zumindest keine gute Entscheidung treffen werden. Wird diese zu groß und findet sich keine andere Person, an die sie die Verantwortung abgeben können, fällt unter Umständen gar keine Entscheidung. Und wie wir alle wissen ist das dann leider die schlechteste alle Möglichkeiten.

Hauptproblem bei der Entscheidungsfindung: Wie mache ich das?

Die oben beschriebenen Schwierigkeiten und Konsequenzen entstehen meist nicht dadurch, dass zu wenig Informationen zur Verfügung stehen oder die Betroffenen keine Ideen für Lösungen hätten. Es fehlt einfach nur die Zeit, den gewohnten Weg der Entscheidungsfindung zu gehen. Das Zusammentragen, Bewerten und Abwägen von möglichen Alternativen dauert nun mal etwas. Und die meisten Menschen kennen keine andere Möglichkeit.

Schnell Entscheidungen treffen mit der Methode der vier Fragen

Für dieses Problem möchte ich Dir heute eine Lösung aus meiner ganz persönlichen Erfahrung vorstellen. Sie stammt nicht von mir, sondern ich habe sie vor langer Zeit mal in einem Buch gelesen. Leider weiß ich den Titel nicht mehr. Aber ich habe diese Methode schon oft mit Erfolg in meinem Leben angewendet. Deswegen kann ich sie wärmstens empfehlen.

Schritt 1: Welche Alternativen gibt es?

Ich überlege mir zuerst kurz alle Möglichkeiten, die es zur Lösung meines Problems aus meiner Sicht gibt. Die Betonung liegt hier auf “kurz”. Viele Menschen glauben, dass ihnen noch viel bessere Optionen einfallen, je länger sie darüber nachdenken. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass die besten Möglichkeiten sehr schnell klar sind. Grübele deshalb nicht so lange, sondern vertrau Dir hier einfach selbst.

Schritt 2: Ich betrachte meine Möglichkeiten mit Hilfe von vier Fragen

Nun betrachte ich meine Optionen aus Schritt 1, in dem ich mir zu jeder von ihnen die folgenden vier Fragen beantworte:

  1. Was passiert im besten Falle, wenn ich mich dafür entscheide?
  2. Was passiert im schlechtesten Falle, wenn ich mich dafür entscheide?
  3. Was passiert im besten Falle, wenn ich mich dagegen entscheide?
  4. Was passiert im schlechtesten Falle, wenn ich mich dagegen entscheide?

Auch hier gilt: Verbringe nicht so viel Zeit mit den Antworten. Diese sind aus meiner Erfahrung sehr schnell da und auch klar. Das Problem ist eher, dass wir uns dann oft daran festbeißen und die “perfekte Antwort” wollen. Aber “perfekt” bedeutet meist viel Aufwand bei wenig qualitativer Verbesserung.

Schritt 3: Ich bewerte die Antworten

Nachdem die Antworten zu meinen verschiedenen Optionen klar sind, kann ich diese vergleichen und auf mich wirken lassen. Dabei beobachte ich genau meine innere Reaktion darauf.

Mein Tipp an Dich: Ich empfehle Dir hier sehr, Dich mehr auf Deinen Bauch zu verlassen als auf Deinen Verstand. Beides sollte natürlich einfließen. Aber am Ende bewertest Du mit den Fragen die Auswirkungen Deiner Alternativen. Und da ist nach meiner Erfahrung das Bauchgefühl sehr viel verlässlicher als der rationale Verstand.

Schritt 4: Ich treffe meine Entscheidung

Ich entscheide mich für die Option, bei der ich das beste (positivste) Bauchgefühl bei den Auswirkungen habe.

Warum Entscheidungen aus dem Bauch heraus?

Nun fragst Du Dich vielleicht, warum ich mich hier mehr auf mein Bauchgefühl verlasse als auf den rationalen Verstand? Durch meine Arbeit beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema Bewusstsein. Die Forschung dazu hat schon vor einiger Zeit herausgefunden, dass Entscheidungen gar nicht auf der Ebene des Verstandes fallen, sondern eher im Unterbewusstsein. In entsprechenden Tests hat man herausgefunden, dass das Unterbewusstsein die Entscheidung schon einige Sekunden früher getroffen hat, noch bevor der bewusste Verstand diese realisiert und umsetzt. Das Unterbewusstsein äußert sich aber nicht über Sprache, sondern über Gefühle oder innere Bilder. Und deswegen verlasse ich mich da mehr auf mein Bauchgefühl.

Ich hoffe, ich konnte Dir heute ein wenig dabei helfen, zukünftig schnell Entscheidungen treffen zu können. Sollte Dich das Thema Entscheidungen noch mehr interessieren, findest Du weitere Informationen und eine andere Empfehlung zur Entscheidungsfindung von mir in diesem Artikel.

Lass es Dir gutgehen.

Dein Michael

Fotos:

annca on Pixabay (Sanduhr im Sand)

 

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